Publikationen

Hier finden Sie Publikationen und Präsentationen der Vereins zu verschiedenen Aspekten digitaler Lernkultur.

Broschüre Digitale Filmbildung

Autoren: Prof. Dr. Volker Frederking und Olaf Schneider
Autoren: Prof. Dr. Volker Frederking und Olaf Schneider

Im Mittelpunkt des Booklets stehen spezifische methodisch-didaktische Möglichkeiten, die der Computer für die Behandlung von Filmen im Deutschunterricht eröffnet.
Um diese zu erläutern, werden zunächst medienkulturgeschichtliche Überlegungen angestellt, in deren Zentrum die Klärung der Begriffe Symmedialität bzw. Symmedium steht. Auf dieser Grundlage wird an ausgewählten Beispielen veranschaulicht, dass und in welcher Form mit dem Computer für die Filmdidaktik neue Optionen verbunden sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Lernumgebungen als handlungsorientierte Alternative zu lehrerzentrierten Filmvorführungen und -besprechungen. Mit der Produktion und Verbreitung der Broschüre zur digitalen Filmbildung möchte Neue Wege des Lernens e. V. einen Beitrag zur Förderung der schulischen Filmkultur und –bildung im Rahmen einer handlungsorientierten Didaktik liefern. Filmbildung soll dabei als ein wichtiger Ansatz zur Entwicklung und Verbesserung von visuellen Kompetenzen („visual literacy“) verstanden werden.

 

Die Broschüre wurde 2016 auf mehreren Kongressen verteilt (so z. B. auf dem VISION KINO Kongress in Erfurt im Dezember 2016). Sie steht außerdem auf der Webseite des Vereins zum Download zu Verfügung. Zentrale Ideen der Broschüre werden auch in einer für mobile Geräte geeigneten
Sway-Webpräsentation auf den Vereinswebseiten vorgestellt. Vorträge zu den Inhalten in der Broschüre vorgestellten Konzepten sind ebenfalls in Vorbereitung.

 

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Digitale Filmbildung.pdf
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Wie kann Software helfen, die Qualität der Auseinandersetzung mit Filmen in der Schule zu verbessern?

Was sind die Probleme der schulischen Filmbildung und welche Rolle kann Software bei der Lösung dieser Probleme spielen? In der folgenden interaktiven Web-Präsentation (Sway) werden diese Fragen aus Sicht des Vereins Schritt-für-Schritt untersucht und Lösungsmöglichkeiten durch den Einsatz von digitalen Medien und Werkzeugen aufgezeigt.

Digitale Lernwelten und Lernsoftware: Die ›Designer-Perspektive‹ oder Wie kann man Metaphern mit Leben füllen?

Das Lernen mit didaktischen Medien im digitalen Zeitalter soll in Lernwelten und Lernumgebungen stattfinden. Es soll »eigenaktiv, konstruktiv und kommunikativ« sein (van Lück 1996). So oder ähnlich lauten seit etlichen Jahren die Anforderungen der Fach- und Mediendidaktiker an die Gestalter und an die Gestaltung von Lernsoftware. Auch Rolf Schulmeister plädiert für mehr offene Lernumgebungen, die einen Lernanlass oder einen Rahmen für den eigentlichen Lernprozess setzen sollen (Schulmeister 2005). Der Artikel beschäftigt sich damit, wie diese Forderungen der Didaktik in Lernsoftware verwirklich werden können und zeigt einige konkrete Beispiele für offene Lernumgebungen.

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Digitale Lernwelten und Lernsoftware: Die ›Designer-Perspektive‹ oder Wie kann man Metaphern mit Leben füllen?
Digitale_Lernwelten_Schneider _Wittenbrö
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Texte in digitalen Erfahrungsräumen

TIDE war ein Projekt an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft (Arbeitsbereich von Prof. Dr. Bernd Switalla: Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik) der Uni Bielefeld in dem grundsätzliche Überlegungen zur Anwendung von Erkenntnissen der Deutschdidaktik auf die Möglichkeiten des Lesens und Schreibens in internetbasierten Lernumgebungen eruiert und beispielhaft ungesetzt wurden. Ein weiteres zentrales Thema in TIDE waren interaktive Experimente zur Förderung von Medialitätsbewusstsein.

Bei Interesse an den in der Publikation beschriebenen Lernumgebungen nehmen Sie doch bitte Kontakt auf.

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Texte in digitalen Erfahrungsräumen: Zur Konzeption einer eigenaktiven, konstruktiven und kommunikativen Lernumgebung im Internet
TIDE_Schneider_Berghoff_2000.pdf
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Das PADagogische Rad

Der Verein hat in Zusammenarbeit mit der AMMMa AG das in der Apple-Welt bekannte PADagogy Wheel auf die Arbeit mit Office365 für Bildungseinrichtungen angepasst.

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PADagogisches Rad, angepasst auf Apps und Dienste von Office365 für Bildungseinrichtungen
PADdagogischesRad_Office365.pdf
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#besserlernen mit digitalen Technologien

„Wie können wir mit digitalen Technologien #besserlernen?“ Unter diesem Motto hatte Stefan Schick von Microsoft Deutschland zu einer Gastbeitragsserie aufgerufen. Volker Wittenbröker und Olaf Schneider zeigen, welche Rolle Verlage in der Digitalisierung der Bildung spielen.

Es gab Zeiten, da wurden Universitäten und Bildungsmedienverlage mit viel Geld versorgt, um einsatzfähige Lernmodule für die schulische und universitäre Lehre zu entwickeln. Die Anfang 2000 nach dem Gießkannenprinzip ausgeschütteten UMTS-Gelder, haben viele gute Ideen in interessante Lernmodul-Prototypen verwandelt, von denen allerdings nur wenige wirklich in der Lehre angekommen sind. Das Thema Nachhaltigkeit wurde im Rahmen dieser Förderung nicht wirklich ernst genommen.

Seit dieser Zeit sind die Bildungsmedienverlage in Deutschland unterschiedliche Wege gegangen, um digitale Produkte zu entwickeln, die sich wirtschaftlich rechnen. Aber egal, wie die Verlage die Sache auch angegangen sind, die Umsätze ließen nie die Hoffnung reifen, dass man von dem Verkauf digitaler Lernmedien einen traditionellen Verlag betreiben könnte.

Der aktuelle Trend, auf Internetportalen die digitale 1:1 Abbildung der Schulbücher quasi zum Nulltarif anzubieten, um große Nutzergruppen anzuziehen, die nebenher auch noch kostenpflichtige Zusatzmaterialien erwerben, wird mit Slogans wie „Das Digitale Schulbuch – mehr als nur ein eBook!“ am Markt beworben.

Man muss kein Fachmann sein, um zu merken, dass eine 1:1 Abbildung von Schulbüchern wohl kaum als eBook bezeichnet werden kann, wenn von vornherein eine dynamische Darstellung auf unterschiedlichen Endgeräten ausgeschlossen wird.  Auch weiterführende Funktionalitäten der Textrecherche und -bearbeitung wie sie bei eBooks selbstverständlich sind, fehlen bei diesen Abbildungen der Schulbücher weitgehend.

Zum wiederholten Mal wird der Fehler gemacht, ein digitales Produkt mit einem Etikett zu versehen, das vortäuscht mehr zu sein, als es in Wirklichkeit ist. Ein solches Vorgehen kommt nicht nur bei Lehrerinnen und Lehrern schlecht an, es ruft auch bei den inhaltlich Verantwortlichen Kritik hervor.

Was aber müssten Bildungsmedienverlage besser machen, um die „Digitale Bildung“ an deutschen Schulen nachhaltig zu fördern?

Stärken stärken.  Dieser vielversprechende Ansatz setzt ganz auf starke Printprodukte, die um digitale Anwendungen erweitert werden. In diesem Zusammenhang lauten die wichtigsten Fragen: Welchen Mehrwert bieten die digitalen Produkte für die Nutzer der Printprodukte? Welche Funktionen der digitalen Version eines erfolgreichen Printproduktes überzeugen Kunden, den Umstieg zu wagen? Können Print- und Digitalprodukte als attraktives Bundle angeboten werden?

Märkte schaffen. Die Verteilung von Digitalprodukten an Schulen kann zu einem neuen Absatzmarkt für die Bildungsmedienverlage werden. Wenn mit Hilfe moderner Betriebssysteme und der damit gekoppelten „App-Stores“ der Kauf und die Übertragung digitaler Produkte an einzelne Nutzer (LuL) und Nutzergruppen (SuS) einfacher wird, als die Bestellung und Verteilung von Printprodukten, werden sich auch Schulen vermehrt für digitale Produkte entscheiden. Auch in diesem Zusammenhang sind kombinierte Produkte für unterschiedliche Einsatzszenarien (Selbstlernen, Whiteboard, kooperatives Arbeiten etc.) für Schulen von erheblichem Interesse.

Privates Lernen neu Denken. Verlage sollten zur Kenntnis nehmen, dass sich in den letzten Jahren mit den „App-Stores“ hervorragende Distributionskanäle für das private Lernen entwickelt haben, die nahezu 100% der Smartphones von Schülerinnen und Schüler bedienen. Deshalb ist es für Verlage nicht sinnvoll, in den Aufbau neuer, nicht konkurrenzfähiger Portale für das private Lernen zu investieren. Besser wäre es, das Geld für die Entwicklung einer Infrastruktur auszugeben, um angemessene Lern-Apps kostengünstig in den großen App-Stores anbieten zu können. Dabei gilt es, die mediendidaktischen Errungenschaften der CD-ROM-Ära nicht einfach über Bord zu werfen, sondern das, was methodisch-didaktisch erfolgreich war, in das App-Zeitalter zu überführen.

 

Volker Wittenbröker und Olaf Schneider (Beiräte Neue Wege des Lernens e. V.)